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Im Gespräch mit dem Kiefl-Team

Nachwuchs für Kiefls Welt

Ausbildung, Praktikum und die Zukunft in der Grünen Branche

Pflanzen lernt man nicht nur aus Büchern kennen. Man muss sie erleben. Man muss sehen, wie Erdbeeren, Salat und Kohlrabi wachsen. Wie Stauden kultiviert werden. Was es bedeutet, ein Grab zu pflegen, ein Beet zu gestalten oder junge Pflanzen so zu begleiten, dass daraus später etwas wird.

Genau deshalb ist Nachwuchsarbeit in Kiefls Welt mehr als die Frage, wer eine Ausbildung beginnt. Es geht darum, junge Menschen mit Pflanzen in Berührung zu bringen, ihnen Handwerk, Wissen und Verantwortung zu zeigen und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihren eigenen Weg in der Grünen Branche zu finden.

Für Jakob Kiefl beginnt genau dort die Begeisterung für die Grüne Branche. „Die Begeisterung für Pflanzen findet man nicht im Buch“, sagt er. „Ich habe sie dort auch nicht gefunden, eher etwas verloren.“ Erst im praktischen Arbeiten entsteht für ihn die Verbindung zur Pflanze. „Da erlebe ich was, da verbinde ich was mit der Pflanze.“

„Die Begeisterung für Pflanzen findet man nicht im Buch.“
Jakob Kiefl über praktische Erfahrung in der Grünen Branche

Was Ausbildung im Familienbetrieb bedeutet

Für Jakob Kiefl ist Ausbildung in einem Familienbetrieb etwas Persönliches. In Kiefls Welt gibt es einen engen Kontakt zu den Auszubildenden und auch zu ehemaligen Auszubildenden. Viele, die bei Kiefl gelernt haben, kennt Jakob schon seit seiner eigenen Kindheit. Einige sind bis heute Teil von Kiefls Welt.

Genau das macht Ausbildung für ihn besonders. Junge Menschen kommen nicht einfach für ein paar Jahre in den Betrieb. Sie wachsen mit hinein, bringen sich ein und bleiben manchmal weit über die Ausbildung hinaus.

Eine Ausbildung dauert zwei bis drei Jahre. In dieser Zeit wird nicht nur Fachwissen vermittelt. Für Jakob spielt auch eine Rolle, wer dieses Wissen weitergibt und wie es weitergegeben wird. „Jeder Ausbilder hat seine eigene Handschrift“, sagt er. Auch Kiefls Welt hat ihre eigene Handschrift: ein eigenes Wertekonstrukt, eine eigene Vision und einen hohen Anspruch an Qualität und Sorgfalt.

Deshalb ist es wertvoll, junge Menschen selbst auszubilden. Sie lernen nicht nur, wie man Pflanzen kultiviert, pflegt, gestaltet oder verkauft. Sie lernen auch, worauf es in Kiefls Welt ankommt.

Warum Pflanzenwissen wichtig bleibt

Wenn niemand mehr lernt, wie man Pflanzen kultiviert, pflegt, gestaltet und verkauft, fehlt mehr als ein Beruf. Für Jakob geht es dabei um Dinge, die unseren Alltag ganz selbstverständlich prägen.

„Es ist schon etwas anderes, seinen Balkon mit Pflanzen schön zu halten oder beispielsweise 1000 Erdbeerpflanzen wie bei uns zu betreuen“, sagt er. Pflanzen zu kultivieren bedeutet für ihn auch, Verantwortung für Dinge zu übernehmen, die wir täglich nutzen, verschenken oder essen. Jeder Strauß Blumen, jeder Apfel, jedes Salatblatt kommt irgendwo aus einer Gärtnerei oder aus gärtnerischer Arbeit.

Wenn dieses Wissen verloren geht, fehlt deshalb nicht nur Fachwissen. Es fehlt auch ein Stück Verständnis dafür, woher vieles kommt, das unseren Alltag schöner, grüner und lebendiger macht.

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Jakob Kiefl auf dem Kiefl Erlebnis-Acker

Warum die Grüne Branche junge Menschen braucht

Jakob Kiefl sieht gerade einen Gegentrend zur Digitalisierung. Viele Menschen wünschen sich wieder mehr Erleben, mehr Outdoor, mehr Natur und mehr Zeit im Grünen.

Damit das auch in Zukunft möglich bleibt, braucht die Grüne Branche junge Menschen, die Lust haben, diesen Bereich weiterzubringen. Menschen, die „Bock haben“, wie Jakob sagt, das vielleicht etwas eingerostete Image der Branche abzustauben und die Freude an Pflanzen weiterzutragen.

Für Jakob geht es dabei nicht nur um Nachwuchs für einzelne Betriebe. Es geht darum, dass die Begeisterung für Pflanzen auch in Zukunft bei den Menschen ankommt.

Nachwuchsarbeit heißt auch, Menschen zu sehen

Was bedeutet Nachwuchsarbeit eigentlich wirklich? Darüber haben wir mit Melanie gesprochen, Personalreferentin in Kiefls Welt.

Nachwuchs in Kiefls Welt bedeutet nicht nur, Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen. Es bedeutet auch, neue Wege zu finden, an die Zukunft zu denken, Potenziale zu sehen und Möglichkeiten aufzuzeigen. Das wird im Gespräch mit Melanie klar.

Wie wichtig es ist, neue Wege für den Nachwuchs zu suchen, zeigt sich für Kiefls Welt besonders in der Floristik. Carola Kiefl bringt es deutlich auf den Punkt: „Hier kommt kaum noch jemand nach.“ Und genau das macht sich im Alltag bemerkbar: Floristik ist kreativ, handwerklich, nah am Menschen und trotzdem entscheiden sich immer weniger junge Menschen für diesen Beruf.

Umso wichtiger ist es, neue Möglichkeiten zu prüfen. Melanie berichtet, dass sie sich dabei auch mit „Two in One Floraldesign“ beschäftigt hat. Ein Ausbildungsmodell, das florales Handwerk und Design miteinander verbindet. Auch für den Nachwuchs in Kiefls Welt könnte dieses Modell eine spannende Option sein. Innerhalb von vier Jahren können Auszubildende dort den Abschluss als Florist*in und den Bachelor Professional in Gestaltung erreichen.

Mehr zu Two in One Floraldesign

Neue Möglichkeiten zu prüfen, heißt für Melanie auch, den Blick ins eigene Team zu richten. Denn Ausbildung braucht nicht nur junge Menschen, die einen Platz in Kiefls Welt finden. Sie braucht auch Teammitglieder, die sie begleiten, ihr Wissen weitergeben und ihnen zeigen, was in diesem Beruf steckt.

„Bei jedem Teammitglied muss man einzeln hinschauen: Was bringt jemand mit, wo liegen die Stärken und welcher Weg kann daraus entstehen?“
Melanie über Nachwuchsarbeit im Kiefl-Team

Genau dieser Blick zieht sich durch das Gespräch mit Melanie. Sie spricht über Nachwuchsarbeit nicht nur als Aufgabe für die Zukunft, sondern als etwas, das im Alltag beginnt: bei jedem einzelnen Teammitglied, bei den Stärken, die jemand mitbringt, und bei der Frage, welche Möglichkeiten daraus entstehen können.

Mehr über Ausbildung in Kiefls Welt

Ausbildung in der Friedhofsgärtnerei

Friedhöfe sind Orte der Trauer. Aber sie können genauso Orte des Trostes sein. Orte, die Erinnerung tragen. Grüne Räume, die gepflegt, gestaltet und weitergedacht werden. Im Gespräch erzählt Kiefl-Ausbilder Vincent von einem Beruf, der Handwerk, Pflanzenwissen, körperliche Arbeit an der frischen Luft und viel Feingefühl verbindet.

Zur Ausbildung in der Friedhofsgärtnerei

Ausbildung im Kiefl Gartencenter

Was passiert, wenn niemand mehr lernt, wie man Pflanzen kultiviert, pflegt, gestaltet und verkauft? Für Kiefl-Ausbilderin Franzi ist das keine abstrakte Frage. In der Ausbildung zur Verkaufsgärtnerin oder zum Verkaufsgärtner geht es um Pflanzenwissen, Selbstständigkeit, eigene Ideen und die Freude an einem Beruf, der jeden Tag mit Wachstum zu tun hat.

Zur Ausbildung im Kiefl Gartencenter

Praxissemester in Kiefls Welt

Ein Praxissemester ist kein kurzes Reinschnuppern. Gartenbau-Studierende arbeiten über mehrere Monate in einem Betrieb mit, wenden ihr Fachwissen in der Praxis an und erleben eine ganze Wachstumsperiode mit. Kiefls Welt bietet dafür viele Möglichkeiten und profitiert gleichzeitig vom frischen Blick von außen.

Mehr zum Praxissemester in Kiefls Welt

Nachwuchs für Kiefls Welt

Ob Ausbildung im Gartencenter, Ausbildung in der Friedhofsgärtnerei, neue Wege in der Floristik oder ein Praxissemester im Gartenbau: Nachwuchsarbeit in Kiefls Welt hat viele Seiten.

Es geht um Fachwissen. Um Handwerk. Um Pflanzen. Um Menschen, die ihr Wissen weitergeben. Und um junge Menschen, die Lust haben, die Grüne Branche mitzugestalten.

Denn damit die Freude an Pflanzen auch in Zukunft weitergetragen wird, braucht es Menschen, die sie erleben, verstehen und weitergeben.

Jobs und Ausbildung in Kiefls Welt
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