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Wasserschosse an Obstbäumen entfernen

Warum steile Triebe nicht immer bleiben sollten

Mehr Licht, bessere Reife und eine ruhigere Krone

Wenn Obstbäume plötzlich viele lange, steil nach oben wachsende Triebe bilden, handelt es sich häufig um sogenannte Wasserschosse. Sie entstehen besonders oft nach starkem Rückschnitt, bei sehr wüchsigen Bäumen oder wenn die Krone aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Wasserschosse wachsen schnell, meist gerade nach oben und bilden zunächst wenig Fruchtholz. Sie beschatten die Krone, nehmen anderen Trieben Licht und können dafür sorgen, dass Früchte schlechter ausreifen. Deshalb werden sie bei Obstbäumen häufig entfernt.

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Junge Triebe gezielt entfernen

Besonders sinnvoll ist das, solange die Triebe noch jung und nicht vollständig verholzt sind. Dann lassen sie sich leichter entfernen, und der Baum kann die kleinen Wunden besser schließen. Bei Apfel und Birne passiert das oft im Frühsommer oder Sommer. Der Eingriff ist dann deutlich sanfter als ein starker Winterschnitt und hilft, den Wuchs etwas zu beruhigen.

Wichtig ist aber: Nicht jeder steile Trieb muss automatisch weg. Einzelne gut stehende Triebe können später als Ersatztrieb oder neues Fruchtholz aufgebaut werden. Entfernt werden vor allem Triebe, die senkrecht nach oben wachsen, nach innen zeigen, sich kreuzen oder die Krone stark verdichten.

Maßvoll schneiden statt radikal auslichten

Bei sehr vielen Wasserschossen sollte man nicht radikal alles auf einmal herausschneiden. Ein zu starker Schnitt kann den Baum erneut zu kräftigem Austrieb anregen. Besser ist ein maßvoller Schnitt: die störendsten Triebe entfernen, die Krone öffnen und den Baum Schritt für Schritt wieder in eine ruhigere Form bringen.

Bei Steinobst wie Kirsche, Pflaume oder Zwetschge wird Schnitt häufig eher im Sommer beziehungsweise nach der Ernte durchgeführt. Auch hier gilt: lieber gezielt auslichten als stark zurückschneiden.

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