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Tomaten richtig pflegen

So bleiben Tomatenpflanzen gesund und ertragreich

Von Stützen über Düngen bis zum richtigen Ausbrechen

Tomaten gehören zu den beliebtesten Gemüsepflanzen überhaupt. Gleichzeitig tauchen kaum bei einer anderen Kultur so viele Fragen auf: Muss man Tomaten ausgeizen? Wie oft sollte gedüngt werden? Warum platzen Früchte auf? Und was bringt das Entspitzen im Spätsommer? Tatsächlich entscheiden oft kleine Pflegemaßnahmen darüber, ob eine Pflanze kräftig wächst und aromatische Früchte entwickelt oder früh Probleme bekommt. Mit dem richtigen Standort, gleichmäßiger Pflege und etwas Aufmerksamkeit lassen sich Tomaten jedoch erstaunlich unkompliziert kultivieren – im Beet, Gewächshaus oder Kübel.

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Der richtige Standort

Tomaten lieben Wärme, Sonne und möglichst geschützte Bedingungen. Besonders wichtig sind vollsonnige Plätze mit nährstoffreicher, lockerer Erde und guter Luftzirkulation.

Vor allem dauerhaft nasse Blätter fördern viele typische Tomatenkrankheiten. Deshalb wachsen Tomaten häufig am besten unter einem Dachvorsprung, im Gewächshaus oder an geschützten Hauswänden.

Tomaten stützen und richtig anbinden

Tomaten entwickeln schnell viel Gewicht – besonders großfruchtige Sorten. Damit die Triebe nicht abknicken, benötigen die Pflanzen frühzeitig eine stabile Stütze.

Je nach Sorte kommen Spiralstäbe, Bambusstäbe, Schnüre oder Rankgerüste infrage. Wichtig ist vor allem regelmäßiges Anbinden, damit die Triebe stabil geführt werden und unter dem Fruchtgewicht nicht brechen. Locker aufgebaute Pflanzen trocknen nach Regen außerdem schneller ab und bleiben insgesamt gesünder.



Ausgeizen – warum Seitentriebe entfernt werden

Vor allem Stabtomaten bilden ständig neue Seitentriebe in den Blattachseln. Diese sogenannten Geiztriebe wachsen schnell weiter und entwickeln erneut Blätter und Blüten.

Werden sie nicht entfernt, entstehen oft sehr dichte Pflanzen mit vielen kleinen Trieben und häufig kleineren Früchten. Beim Ausgeizen werden diese jungen Seitentriebe deshalb regelmäßig herausgebrochen.

So konzentriert die Pflanze ihre Kraft stärker auf wenige kräftige Haupttriebe, größere Früchte und ein ausgeglicheneres Wachstum. Gleichzeitig verbessert sich die Durchlüftung der Pflanze deutlich.

Buschtomaten werden dagegen meist deutlich weniger oder gar nicht ausgegeizt.

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Tomaten richtig düngen

Tomaten gehören zu den nährstoffhungrigen Gemüsepflanzen. Gerade im Kübel oder Gewächshaus reichen die vorhandenen Nährstoffe oft nicht lange aus.

Für gesundes Wachstum benötigen Tomaten unter anderem Kalium, Stickstoff und Magnesium. Während der Hauptwachstumszeit wird deshalb regelmäßig nachgedüngt – idealerweise in gleichmäßigen, moderaten Mengen.

Zu viel Dünger auf einmal führt häufig dazu, dass die Pflanzen sehr viel Blattmasse bilden, aber weniger Früchte ansetzen. Eine ausgewogene Versorgung ist deshalb wichtiger als möglichst hohe Düngermengen.

Gleichmäßig gießen

Tomaten reagieren empfindlich auf starke Schwankungen bei der Wasserversorgung. Lange Trockenheit mit anschließend sehr viel Wasser kann dazu führen, dass Früchte aufplatzen oder unregelmäßig wachsen.

Ideal ist deshalb gleichmäßiges Gießen direkt im Wurzelbereich. Die Blätter sollten dabei möglichst trocken bleiben. Gerade im Hochsommer benötigen Tomaten im Kübel oft täglich Wasser.


Tomatenblüten im Spätsommer ausbrechen

So hilfst Du Deinen Tomaten beim Ausreifen

Im Laufe des Sommers bilden Tomatenpflanzen immer neue Blüten und Fruchtansätze. Ab einem bestimmten Zeitpunkt wird jedoch klar: Nicht jede neue Tomate schafft es noch bis zur vollständigen Reife.
Gerade ab Ende August werden die Tage kürzer, die Sonne schwächer und die Nächte deutlich kühler. Neue Blüten und sehr kleine Früchte entwickeln sich dann oft nur noch langsam oder bleiben unreif. Trotzdem steckt die Pflanze weiterhin Energie in diese neuen Triebe und Fruchtansätze – auf Kosten der bereits vorhandenen Tomaten.

Deshalb empfiehlt es sich jetzt:
  • neue Blütenstände regelmäßig zu entfernen
  • sehr kleine, neu gebildete Früchte auszubrechen
  • und die Pflanze gegebenenfalls zu entspitzen

Beim Entspitzen wird der Haupttrieb oberhalb der letzten gut entwickelten Fruchtstände gekappt. Dadurch konzentriert die Pflanze ihre Kraft stärker auf die bereits vorhandenen Früchte, die dadurch oft besser ausreifen und aromatischer werden.
Besonders in Bayern und allgemein in mitteleuropäischen Gärten schafft es ein später Fruchtansatz häufig nicht mehr bis zur vollständigen Reife.

Wichtig bleibt trotzdem eine gleichmäßige Pflege. Auch im Spätsommer benötigen Tomaten weiterhin Wasser und Nährstoffe – allerdings meist etwas moderater als während der Hauptwachstumszeit.

Jetzt Tomatenblüten ausbrechen
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Typische Probleme bei Tomaten

Viele Probleme entstehen weniger durch einzelne Fehler als durch ungünstige Kombinationen aus Feuchtigkeit, schlechter Durchlüftung oder ungleichmäßiger Versorgung.

Dauerhaft nasse Blätter, Staunässe, starke Temperaturschwankungen oder unregelmäßiges Gießen schwächen die Pflanzen häufig deutlich.

Je stabiler die Bedingungen sind, desto widerstandsfähiger bleiben Tomaten meist.

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