Alternate Text

Staudenpflege im März

Rückschnitt, Verjüngung und Teilung richtig durchführen

So förderst Du gesunden Austrieb und langanhaltende Blütenkraft

Der März markiert im Staudenbeet den Übergang vom Winter zur neuen Vegetationsperiode. Jetzt beginnt vielerorts der Austrieb – gleichzeitig sind viele Pflanzen noch in der Ruhephase. Dieser Zeitpunkt eignet sich ideal für behutsamen Rückschnitt und das Teilen kräftig wachsender Stauden, sofern der Boden frostfrei ist. Mit dem richtigen Vorgehen stärkst Du die Pflanzen, förderst die Blühfreude und sorgst langfristig für vitale Bestände.

staudenpflege_im_maerz_kiefls_welt_in_gauting_bei_muenchen_1.png

Verwelktes Pflanzenmaterial im März entfernen

Sobald keine starken Fröste mehr zu erwarten sind, kannst Du trockenes und abgestorbenes Pflanzenmaterial aus dem Vorjahr zurückschneiden.

Das schafft:

  • Platz für frische Triebe
  • bessere Lichtverhältnisse im Beet
  • geringeres Risiko für Pilzkrankheiten
  • ein aufgeräumtes Erscheinungsbild

Schneide dabei das alte Material knapp über dem Boden oder oberhalb der neuen Austriebspunkte ab. Achte darauf, junge Triebe nicht zu verletzen – sie sind im März oft noch sehr zart.

Wichtig: Schneide nur bei frostfreiem Wetter. Gefrorene Pflanzenteile können beim Schnitt brechen, und Schnittstellen reagieren empfindlicher auf starken Frost.

Wann Du mit dem Rückschnitt noch warten solltest

Nicht alle Stauden sollten im März sofort geschnitten werden.

Diese Arten besser erst später schneiden:

  • Bergenien (Bergenia)
  • Sedum / Fette Henne (Hylotelephium bzw. Sedum spectabile)

Diese Arten bilden über den Winter stabile Strukturen. Die abgestorbenen Triebe schützen die Pflanze vor Frost, bieten Insekten Unterschlupf und haben auch gestalterischen Wert im Wintergarten.

Hier wartest Du:

  • bis der neue Austrieb sichtbar ist
  • oder bis sich das alte Material leicht von selbst lösen lässt

So vermeidest Du Schäden am frischen Austrieb und erhältst zugleich wertvolle Lebensräume für Nützlinge.

staudenpflege_im_maerz_kiefls_welt_in_gauting_bei_muenchen_2.png
staudenpflege_im_maerz_kiefls_welt_in_gauting_bei_muenchen_4.png

Stauden teilen und verjüngen

Warum das Teilen wichtig ist

Für vitale Pflanzen und gleichmäßiges Wachstum

Viele Stauden wachsen über Jahre hinweg immer dichter. Das kann dazu führen, dass die Pflanzen von innen heraus verkahlen oder weniger blühen.

Der März ist ein idealer Zeitpunkt zum Teilen – besonders bei stark wachsenden, frühjahrsaktiven Stauden, solange:

  • der Boden frostfrei ist
  • neue Triebe noch nicht vollständig entwickelt sind

Typische Kandidaten sind z. B. Frauenmantel (Alchemilla), Astern oder Storchschnabel.

So teilst Du Stauden richtig

  1. Pflanze großzügig ausgraben – möglichst mit vollständigem Wurzelballen.
  2. Erde vorsichtig abschütteln oder lockern.
  3. Mit Spaten oder scharfem Messer in mehrere Teilstücke trennen.
  4. Achte darauf, dass jedes Teilstück über gesunde Wurzeln und mindestens einen kräftigen Austrieb verfügt.
  5. Direkt wieder einpflanzen und gut angießen.

Der Standort sollte zuvor gelockert und – je nach Bedarf – mit etwas Kompost verbessert werden.

Praktischer Tipp: Übrige Teilstücke lassen sich gut in Töpfe setzen. Sie eignen sich zum Verschenken oder zur Erweiterung des eigenen Beets.

Worauf Du beim Teilen achten solltest

  • Nicht bei gefrorenem oder sehr nassem Boden arbeiten
  • Sehr junge oder schwach wachsende Stauden nicht unnötig teilen
  • Nach dem Einpflanzen gleichmäßig feucht halten
  • In den ersten Wochen auf ausreichende Wasserversorgung achten

Ein radikales Zerteilen kann die Pflanze schwächen – wähle daher kräftige, vitale Exemplare für die Verjüngung.

staudenpflege_im_maerz_kiefls_welt_in_gauting_bei_muenchen_3.png
Zurück
Zur Startseite