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Männliche und weibliche Blüten erkennen

Bei Zucchini, Gurken und Kürbis

Warum nicht jede Blüte automatisch eine Frucht wird

Wer Zucchini, Gurken oder Kürbis anbaut, wundert sich manchmal: Die Pflanze blüht üppig, aber nicht aus jeder Blüte entsteht eine Frucht. Das ist ganz normal. Denn viele Kürbisgewächse bilden männliche und weibliche Blüten – und nur aus den weiblichen Blüten können später Früchte entstehen.

Der Unterschied lässt sich gut erkennen, wenn Du direkt hinter die Blüte schaust. Weibliche Blüten tragen schon vor der Bestäubung einen kleinen Fruchtansatz. Bei Zucchini sieht er aus wie eine winzige Zucchini, bei Gurken wie eine kleine Gurke und bei Kürbis wie ein kleiner runder oder länglicher Mini-Kürbis. Dieser Fruchtansatz sitzt direkt zwischen Blüte und Stiel.

Männliche Blüten haben diesen Fruchtansatz nicht. Sie sitzen meist auf einem dünneren, längeren Stiel und dienen vor allem dazu, Pollen zu liefern. Gerade am Anfang der Saison erscheinen oft zuerst viele männliche Blüten. Das ist kein Problem und bedeutet nicht, dass mit der Pflanze etwas nicht stimmt.

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Weibliche Blüten erkennen

Der Fruchtansatz sitzt direkt hinter der Blüte

Weibliche Blüten erkennst Du daran, dass sie schon vor der Bestäubung einen kleinen Fruchtansatz tragen. Dieser sitzt direkt hinter der Blüte und wirkt je nach Pflanze wie eine kleine Vorform der späteren Frucht.

Bei Zucchini sieht dieser Fruchtansatz aus wie eine winzige Zucchini. Bei Gurken erinnert er an eine kleine Gurke, und bei Kürbis kann er rundlich, länglich oder leicht gerippt sein – je nach Sorte.

Nur aus diesen weiblichen Blüten können später Früchte entstehen. Wird die Blüte ausreichend bestäubt, wächst der kleine Fruchtansatz weiter. Bleibt die Bestäubung aus, wird er häufig gelb, weich oder fällt ab.

Männliche Blüten erkennen

Langer Stiel, kein Fruchtansatz

Männliche Blüten haben keinen kleinen Fruchtansatz hinter der Blüte. Sie sitzen meist auf einem dünneren, längeren Stiel und wirken dadurch etwas freier an der Pflanze.

Ihre wichtigste Aufgabe ist es, Pollen zu liefern. Dieser Pollen muss auf eine weibliche Blüte gelangen, damit daraus später eine Frucht entstehen kann.

Gerade am Anfang der Saison erscheinen bei Zucchini, Gurken und Kürbis oft zuerst viele männliche Blüten. Das ist ganz normal und kein Zeichen dafür, dass die Pflanze schlecht wächst oder falsch gepflegt wird.

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Warum Bestäubung so wichtig ist

Ohne Pollen wächst die Frucht oft nicht weiter

Damit aus einer weiblichen Blüte eine Frucht wird, muss Pollen von einer männlichen Blüte auf die weibliche Blüte gelangen. Meist übernehmen das Bienen, Hummeln und andere Insekten.

Ist das Wetter kühl, nass oder sehr windig, sind weniger Bestäuber unterwegs. Dann kann es passieren, dass kleine Fruchtansätze gelb werden, weich bleiben oder abfallen.

Bei Zucchini und Kürbis ist das besonders gut zu beobachten. Die weibliche Blüte öffnet sich, der kleine Fruchtansatz ist schon sichtbar – wird die Blüte aber nicht ausreichend bestäubt, wächst die Frucht nicht weiter.

Besonderheit bei Gurken

Nicht jede Sorte verhält sich gleich

Bei Gurken hängt es zusätzlich von der Sorte ab. Manche modernen Gurkensorten bilden überwiegend weibliche Blüten und setzen Früchte auch ohne klassische Bestäubung an. Andere Sorten brauchen Bestäubung durch Insekten.

Deshalb lohnt es sich, bei Gurken genau auf die Sorte zu achten. Besonders im Gewächshaus oder an geschützten Standorten kann die Bestäubung eine größere Rolle spielen, wenn weniger Insekten unterwegs sind.

Wenn Gurken zwar blühen, aber kaum Früchte bilden, kann es also an der Sorte, an fehlender Bestäubung oder an ungünstigen Kulturbedingungen liegen.

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Viele Blüten, aber kaum Früchte?

Häufig liegt es an der Bestäubung

Wenn viele Blüten erscheinen, aber kaum Früchte wachsen, liegt die Ursache häufig bei der Bestäubung. Dann ist entscheidend, ob bereits weibliche Blüten mit Fruchtansatz vorhanden sind, ob genug Insekten unterwegs sind und ob die Pflanze warm, sonnig und gleichmäßig versorgt steht.

Auch die Witterung spielt eine Rolle. In kühlen, nassen Phasen sind oft weniger Bestäuber aktiv. Dann kann es kurzfristig so wirken, als würde die Pflanze zwar blühen, aber keine Früchte ansetzen.

Sobald mehr weibliche Blüten erscheinen und die Bedingungen besser werden, reguliert sich das häufig von selbst.

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