Die Sommerheide bringt Farbe in den Herbst

Bei der Sommerheide, die auch Besenheide genannt wird, handelt es sich um einen heimischen, bunt blühenden Zwergstrauch.

Die Besenheide stammt ursprünglich aus den kühleren Regionen Mittel- und Nordeuropas, wo sie auf bis über 2.000 Metern Höhe wächst. Da man diese Pflanze früher trocknete, um damit zu fegen, führte dies zu der Bezeichnung der Besenheide. Inzwischen begeistert sie vor allem wegen der üppigen Blüten, die je nach Art in vielen verschiedenen Farben blühen können. Außerdem ist diese Pflanze bei den Bienen sehr beliebt und hilft bei der Gewinnung von Heidehonig. In den Ziergärten werden Heidekräuter seit etwa 150 Jahren gepflanzt. Dabei erfreut die Besenheide nicht nur mit ihren Blüten, sondern auch mit ihrer bemerkenswerten Langlebigkeit. An einem guten, sonnigen Standort und mit der richtigen Pflege können diese Gewächse sogar bis zu 40 Jahre alt werden.

Wie die Sommerheide am besten gedeiht

Wer sich an den vielen Blüten der Sommerheide erfreuen möchte, der sollte einen möglichst sonnigen Standort wählen. Allerdings verträgt die Sommerheide auch einen Platz im Halbschatten. Wichtig ist ein sandiger Boden, der reich an Humus und sehr durchlässig ist. Dabei darf der Boden nicht zu feucht sein und möglichst einen pH-Wert haben, der unter 6,5 liegt und somit im sauren Bereich. Die Sommerheide gedeiht sehr gut in Rhododendron-Erde, unter die etwas Sand gemischt wurde. Falls der Boden eher kalkhaltig ist, sollte man Eichenlaub oder Nadelstreu unterarbeiten, damit die Pflanzen gut gedeihen können. Ein Lehmboden ist auch nicht optimal. Hier empfiehlt es sich, reichlich Sand und Humus unterzumischen, damit der Boden verbessert wird.

Soll die Heide nur vorübergehend in einen Blumenkasten oder Kübel gepflanzt werden, kann auch normale Blumenerde verwendet werden. Am besten wirkt die Sommerheide, wenn sie in kleinen Gruppen zusammen gepflanzt wird. Aufkommendes Unkraut zwischen den einzelnen Pflanzen sollte möglichst nicht mit der Hacke bekämpft werden, da sonst die empfindlichen Wurzeln der Sommerheide verletzt werden können. Besser ist Jäten und Mulchen mit Häckseln oder Eichenlaub. Als Gießwasser eignet sich Regenwasser oder ein weiches Leitungswasser, das einen niedrigen Kalkgehalt hat. Eine mäßige Feuchtigkeit der Erde genügt, wobei im Winter darauf zu achten ist, dass der Wurzelballen nicht austrocknet. Die Besenheide sollte nur sehr zurückhaltend gedüngt werden, da bei einer Überversorgung die Anfälligkeit für Pilzkrankheiten steigt.

In der Regel reicht es, wenn einmalig im Frühling gedüngt wird. Dazu eignet sich Rhododendron-Dünger. Auf keinen Fall darf ein alkalisch wirkender Dünger verwendet werden. Da die Sommerheide frosthart ist, wird kein spezieller Winterschutz benötigt. Ist die Heide in einen Topf gepflanzt, empfiehlt es sich, den Pflanztopf einzupacken, damit der Wurzelballen weder durchfriert noch austrocknet. Generell ist die Sommerheide recht pflegeleicht. Zur Pflege ist ein kräftiger Rückschnitt der alten Blütentriebe im Frühjahr zu empfehlen. Dadurch erhält man das Heidekraut vital und blühfreudig. Außerdem kann man so verhindern, dass die Pflanzen von unten kahl werden. Beim Rückschnitt muss allerdings darauf geachtet werden, dass man nicht ins alte Holz schneidet, da die Sommerheide dann nur schlecht wieder austreiben wird.

Warum die Sommerheide so beliebt ist

Ob im Kübel, im Beet oder sogar in einem Heidegarten erfreut sich die Sommerheide großer Beliebtheit. Zu den vielen Vorteilen zählt sicherlich, dass sie mehrjährig und robust ist. Durch ihren kompakten Wuchs eignet sie sich außerdem für viele Einsatzmöglichkeiten. Dazu zählt die Gestaltung von Blumenbeeten, aber auch in der Funktion als Bodendecker, an Böschungen und als Einfassung wird Heide gerne angepflanzt. Häufig findet man sie als Grabbepflanzung sowie in Pflanzgefäßen, aber auch als Flächenbegrünung. Durch zahlreiche Züchtungen gibt es sie in vielen verschiedenen Blütenfarben, wie violett, gelb, orange, rot, rosa und weiß. Nicht zuletzt überzeugt sie durch die lange Blütezeit von Juli bis November und erfreut auch dann mit bunten Blüten, wenn die meisten anderen Pflanzen schon lange verblüht sind.

Sommerheide lässt sich mit verschiedenen Pflanzen sehr schön kombinieren. Besonders gut eignen sich andere Moorbeetpflanzen, wie Rhododendren. Bei der Auswahl der Pflanzen ist allerdings darauf zu achten, dass die Besenheide noch genügend Licht bekommt und umstehende Pflanzen nicht für Verschattung sorgen. Sollen hoch wachsende Pflanzen in der Nachbarschaft stehen, sollten sie zumindest eine schmale Krone haben oder ein eher lichtes Blattwerk, wie beispielsweise der Wacholder oder Zwergformen von bekannten Nadelgehölzen wie Fichte oder Kiefer. Andere gut passende Pflanzen wären Ginster, Rosmarinheide, Krähenbeere oder Preiselbeere. Bei der Wahl der Sommerheide hat man in den Gärtnereien und Garten-Centern eine umfangreiche Auswahl an verschiedenen Sorten in zahlreichen Blütenfarben. Bei der Gestaltung eines Heidebeets oder Heidegartens kann man daher für viel Abwechslung sorgen.

Wer vor allem die unterschiedlichen Farben der Sommerheide zur Gestaltung des Beets oder Gartens nutzen möchte, der sollte in den Gärtnereien oder Garten-Centern nach den sogenannten Knospenblühern Ausschau halten. Dabei handelt es sich um Sorten, bei denen die Kelchblätter, welche die geschlossene Blüte umgeben, für die Farbe sorgen. Da dadurch das Innere der Blüten gut geschützt wird, erfreuen diese Sorten besonders lange mit ihren bunten Blüten. Nicht nur bei den Blütenfarben gibt es große Unterschiede, sondern auch beim Laub. Hier gibt es nicht nur Grüntöne, denn manche Sorten haben sogar graues Laub, was sehr edel wirkt. Andere Pflanzen erfreuen im Sommer mit gelbem Laub, das sich im Herbst rötlich verfärbt.

Sommerheide vermehren

Um die Sommerheide zu vermehren, sollte man sogenannte Risslinge verwenden. Eine Vermehrung über Aussaat ist zwar auch möglich, aber dauert sehr lange, da die Heidepflanzen nur langsam wachsen. Bei Risslingen handelt es sich um etwa zehn Zentimeter lange Seitentriebe, die keine Blüten haben, und die vom Stamm nach unten hin abgerissen werden. Dabei soll auch ein Stück Rinde abreißen, das später das Wachstum fördert. Die Risslinge werden dann in eine saure Anzuchterde gesteckt, die aus Moorbeet- oder Rhododenronerde und einem Sandanteil bestehen sollte. Anschließend wird die Erde angefeuchtet und alles abgedeckt, damit die Feuchtigkeit erhalten bleibt. Dabei muss nur an das tägliche Lüften gedacht werden. Nach etwa drei Wochen sollten die Risslinge Wurzeln gebildet haben.

Im Allgemeinen ist die Besenheide recht robust, allerdings sind ihre Wurzeln sehr empfindlich. Erkennt man oder wird nur eine schwache Blüte entwickelt, kann die Ursache in einem zu hohen Salzgehalt oder der falschen Menge an Wasser oder Nährstoffen liegen. Verfärbungen Ein Welkepilz der Gattung Phytophthora kann dazu führen, dass Jungpflanzen vertrocknen und ältere Pflanzen Verfärbungen zeigen. Vorbeugend kann man in dreiwöchigem Abstand mit Spezial-Pilzfrei Aliette gießen. Bereits erkrankte Pflanzen müssen sofort entfernt werden. Neben dieser Pilzkrankheit, kann es häufig zu Schimmelbefall kommen. Vor allem bei feuchtem Wetter zeigt sich schnell Grauschimmel, der die unteren Bereiche befällt und für Fäulnis sorgt. Andere Krankheiten, die bei der Sommerheide für Probleme sorgen können, sind der Echte Mehltau und der Rost.

Echter Mehltau zeigt sich in der rötlichen Verfärbung der unteren Blätter, während auf den Blättern, Blüten und Stielen ein mehlig weißer Belag liegt. Bei einem Befall durch Rost entwickeln sich auf den Blättern gelbliche Pusteln, die im Verlauf dunkler werden. Später kommt es zu kahlen Stellen, da die Blätter fallen. Sobald eine dieser beiden Krankheiten erkannt worden sind, sollte man mit der Behandlung beginnen. Im Handel gibt es verschiedene Mittel, die hier helfen, wenn sie nach Vorschrift genutzt werden. Wie alle Pflanzen, kann auch die Sommerheide von Schädlingen befallen werden. Bei Blattläusen und Spinnmilben können zum Beispiel Neem-Produkte verwendet werden. Zeigen sich gelbe Blätter bei spärlichem Wuchs, ist meist der pH-Wert zu hoch. Hier hilft das Ansäuern des Substrats.

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