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Frei wachsende Blüten- und Wildobsthecke

Blüten, Früchte und natürliche Struktur für den Garten

Geeignete Gehölze für lockere Hecken mit Mehrwert

Eine frei wachsende Blüten- und Wildobsthecke ist ideal, wenn Du Dir im Garten mehr Natürlichkeit, Blüten und Früchte wünschst. Anders als streng geschnittene Hecken dürfen diese Gehölze lockerer wachsen, reichlich blühen und je nach Art essbare oder verwertbare Früchte entwickeln.

Wichtig ist: Eine solche Hecke braucht mehr Platz als eine schmale Schnitthecke. Dafür wirkt sie lebendiger, verändert sich im Jahreslauf und bietet vom Frühjahr bis in den Herbst immer wieder neue Gartenmomente – von der ersten Blüte bis zur Ernte.

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Was bedeutet frei wachsend?

Frei wachsend bedeutet nicht ungepflegt. Die Gehölze werden lediglich nicht regelmäßig in eine exakte Form geschnitten. Stattdessen dürfen sie ihren natürlichen Wuchs entwickeln und werden bei Bedarf ausgelichtet.

Wichtig für eine frei wachsende Hecke:
  • natürliche Wuchsform erhalten
  • nicht regelmäßig streng zurückschneiden
  • alte oder zu dicht stehende Triebe auslichten
  • ausreichend Platz für die Gehölze einplanen

Ein zurückhaltender Schnitt ist auch deshalb sinnvoll, weil viele Blüten und Früchte nur entstehen, wenn die Pflanzen nicht zu stark zurückgeschnitten werden.


Felsenbirne – Amelanchier

Die Felsenbirne, zum Beispiel Amelanchier lamarckii, ist ein attraktives Gehölz für lockere Blüten- und Wildobsthecken.

Sie verbindet:
  • weiße Blüten im Frühjahr
  • kleine blauviolette Früchte
  • eine attraktive Herbstfärbung
  • einen lockeren, natürlichen Wuchs

Die Früchte sind essbar und können roh genascht oder verarbeitet werden. Geschmacklich erinnern sie leicht an Heidelbeeren oder kleine Pflaumen. Damit verbindet die Felsenbirne Blüte, Frucht und Herbstfarbe in einem Gehölz.

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Kornelkirsche – Cornus mas

Die Kornelkirsche gehört zu den klassischen Wildobstgehölzen für den Garten. Botanisch ist sie keine echte Kirsche, sondern gehört zur Gattung Cornus und damit zu den Hartriegeln.

Besonders interessant sind:
  • frühe gelbe Blüten
  • rote Früchte im Spätsommer bis Herbst
  • robuster und schnittverträglicher Wuchs
  • vielseitig verwendbare Früchte

Vollreife Kornelkirschen können roh gegessen werden. Besonders beliebt sind sie verarbeitet zu Marmelade, Kompott, Saft oder Chutney.



Schwarzer Holunder – Sambucus nigra

Schwarzer Holunder ist ein kräftiges, heimisches Gehölz mit großen weißen Blütendolden im Frühsommer und dunklen Früchten im Spätsommer.

Er eignet sich besonders für:
  • größere frei wachsende Hecken
  • naturnahe Gartenbereiche
  • lockere Wildobstpflanzungen

Die reifen schwarzen Früchte sollten nicht roh verzehrt werden. Für die Küche eignen sie sich nach ausreichendem Erhitzen beispielsweise für Saft, Gelee, Sirup oder Fruchtsoßen.

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Hundsrose – Rosa canina

Die Hundsrose ist eine typische Wildrose für lockere, naturnahe Hecken. Sie blüht meist einfach und entwickelt im Herbst die charakteristischen roten Hagebutten.

Die Hundsrose bringt:
  • natürlich wirkende Blüten
  • rote Hagebutten im Herbst
  • eine dichte, leicht wehrhafte Struktur
  • einen natürlichen Charakter in die Hecke

Hagebutten sind essbar und können unter anderem zu Tee, Mus, Fruchtaufstrich oder Chutney verarbeitet werden. Bei der Verarbeitung werden die Nüsschen und feinen Härchen im Inneren üblicherweise entfernt.



Weißdorn – Crataegus

Weißdorn ist ein klassisches Heckengehölz mit weißen Blüten im Frühjahr und roten Früchten im Herbst. Häufig verwendet werden Crataegus monogyna und Crataegus laevigata.

Typisch sind:
  • reiche weiße Frühjahrsblüte
  • rote Früchte im Herbst
  • dichter und robuster Wuchs
  • gute Eignung für naturnahe Hecken

Die Früchte sind essbar, geschmacklich jedoch eher mehlig und weniger aromatisch als viele andere Wildobstarten. Für die Verarbeitung können sie trotzdem interessant sein.

Weißdorn-Arten können anfällig für Feuerbrand sein. Bei auffälligen Schäden solltest Du die Pflanze deshalb genauer prüfen lassen.

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Schlehe – Prunus spinosa

Die Schlehe, auch Schlehdorn genannt, eignet sich besonders für größere, naturnahe Hecken. Im zeitigen Frühjahr erscheinen zahlreiche weiße Blüten, später entwickeln sich kleine blau-schwarze Früchte.

Die Schlehe zeichnet sich aus durch:
  • frühe weiße Blüte
  • blau-schwarze Wildfrüchte
  • dichten, natürlichen Wuchs
  • kräftige Wurzelausläufer

Die Früchte sind essbar, schmecken frisch allerdings stark herb und adstringierend. Mit zunehmender Reife oder nach Frost werden sie milder und eignen sich gut für Saft, Gelee oder Wildfruchtmischungen.

Da Schlehen kräftige Wurzelausläufer bilden können, solltest Du für sie ausreichend Platz einplanen.



Pflanzung und Pflege

Für eine frei wachsende Blüten- und Wildobsthecke solltest Du ausreichend Platz einplanen. Die einzelnen Gehölze werden nicht zu eng gesetzt, damit sie ihre natürliche Wuchsform entwickeln können.

Darauf solltest Du achten:
  • ausreichend Pflanzabstand einplanen
  • bevorzugt im Herbst oder Frühjahr pflanzen
  • nach dem Pflanzen gründlich angießen
  • in der Anwachsphase regelmäßig wässern
  • später hauptsächlich auslichten statt streng schneiden

Entferne beim Auslichtungsschnitt vor allem alte, beschädigte oder zu dicht stehende Triebe. So bleiben die Gehölze vital und erhalten genügend Licht und Luft.

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Eine Hecke mit Abwechslung durch das ganze Gartenjahr

Eine gemischte Blüten- und Wildobsthecke kann den Garten vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst begleiten. Kornelkirsche und Schlehe starten früh mit ihren Blüten, später folgen Felsenbirne, Weißdorn, Hundsrose und Holunder. Im Sommer und Herbst entwickeln viele dieser Gehölze zusätzlich dekorative oder verwertbare Früchte.

So entsteht keine streng formale Begrenzung, sondern eine lebendige Gartenstruktur, die sich im Laufe des Jahres immer wieder verändert.

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