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Chili, Paprika & Aubergine jetzt vorziehen

So startest Du die wärmeliebenden Nachtschattengewächse im Januar erfolgreich

Früh beginnen – länger genießen: Tipps für die Anzucht zu Hause

Chili, Paprika und Aubergine gehören botanisch zur Pflanzenfamilie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Sie sind wärmebedürftig und haben eine lange Entwicklungszeit bis zur Ernte – wesentlich länger als viele andere Gemüsepflanzen. In unseren Breiten lohnt sich daher die Anzucht im Haus bereits im Januar, um gesunde, kräftige Pflanzen zu erhalten, die nach dem letzten Frost im Mai kräftig Früchte tragen.

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1. Warum Januar eine gute Zeit zum Vorziehen ist

Im Garten herrschen im Januar meist noch frostige Temperaturen und wenig Licht. Doch gerade wer frühzeitig mit wärmeliebenden Pflanzen wie Chili, Paprika und Aubergine starten möchte, kann jetzt schon aktiv werden:

  • Diese Arten brauchen lange vom Samen bis zur Pflanze, oft mehreren Monate, bevor sie gepflanzt werden können.
  • Vorziehen gibt den Pflanzen einen Vorsprung gegenüber später ausgesäten.
  • Wer jetzt startet, kann oft frühere Ernte und kräftigere Pflanzen erzielen.

Im Januar beginnt die Saison für Hobbygärtner*innen, sobald sich geeignete helle und warme Innenstandorte einrichten lassen.

2. Auswahl von Saatgut und Sorten

Chili (Capsicum spp.)

Breite Sortenvielfalt von mild bis extra scharf – alle profitieren von früher Anzucht. Längere Sorten brauchen besonders viel Vorsprung.

Paprika (Capsicum annuum)

Milder im Geschmack, aber ebenfalls wärmebedürftig. Die Kulturdauer ist lang, daher lohnt sich frühe Anzucht.

Aubergine (Solanum melongena)

Braucht ähnlich lange wie Chili und Paprika und profitiert besonders von einer frühen Startphase im Innenraum.

Für alle drei gilt: Saatgut frisch und aus zuverlässiger Quelle verwenden – so steigen Keimrate und Gesundheit der Pflanzen.

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3. So gelingt die Aussaat im Januar

Aussaattermin und Vorziehen

  • Bereits im Januar kannst Du mit Chilis beginnen, wenn Du ausreichend Licht und Wärme sicherstellen kannst.
  • Für Paprika und Auberginen ist ein Zeitraum von Ende Januar bis Februar ideal, wenn Du genügend Licht zur Verfügung hast.
  • Später ausgesäte Pflanzen entwickeln sich meist langsamer und ernten oft erst deutlich später.

Vorkeimen (optional, aber hilfreich)

Die Samen über 12–24 Stunden in lauwarmem Wasser einweichen kann die Keimdauer reduzieren und die Keimquote verbessern.

4. Licht, Temperatur und Substrat – die entscheidenden Faktoren

Licht

Natürliches Tageslicht ist im Januar oft zu schwach. Deshalb empfiehlt sich:

  • LED-Pflanzenlicht 12–16 Stunden täglich, gleichmäßig über den Sämlingen.
  • Südfenster sind hilfreich, aber oft nicht ausreichend ohne Zusatzbeleuchtung.

Temperatur

  • Für die Keimung sollten die Temperaturen im Bereich um 20–25 °C liegen.
  • Nach dem Aufgang der Keimlinge ist eine moderate Absenkung am Tag möglich, nachts aber nicht unter etwa 15 °C.

Substrat & Gefäße

  • Verwende feine, durchlässige Anzuchterde, die Wasser gut speichert, aber Staunässe verhindert.
  • Töpfe oder Zellplatten mit Abflusslöchern helfen, Wurzelfäule zu vermeiden.
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5. Pflege der Jungpflanzen

Gießen & Feuchte

  • Erde gleichmäßig feucht halten, aber nicht nass. Stauwasser hemmt das Wurzelwachstum.

Umtopfen & Pikieren

  • Nach der Keimung, sobald 2–4 echte Blattpaare sichtbar sind, pikieren und in größere Töpfe setzen – dies fördert starke Wurzelsysteme.

Temperaturregelung

  • Während der Wachstumsphase brauchen die Pflanzen gleichmäßige Wärme und Licht, um nicht zu „vergeilen“ (lange, dünne Triebe). Zusatzlicht ist hier besonders wichtig.

6. Vorbereitung auf das Freiland

Chili, Paprika und Aubergine sind frostempfindlich. Der späteste sichere Zeitpunkt für das Aussetzen im Frühling ist:

  • Nach den Eisheiligen (Mitte Mai)
  • Sobald die Nachttemperaturen konstant über ~10–12 °C liegen.

Vor dem Umsetzen empfiehlt sich das „Abhärten“: 1–2 Wochen schrittweise kühlere und windigere Bedingungen, damit die Pflanzen sich an Freilandverhältnisse gewöhnen.

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