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Amaryllis nach der Blüte richtig behandeln

Wie Du die Zwiebeln gesund hältst und für die nächste Blüte vorbereitest

Praktische Pflegehinweise mit botanischem Hintergrund

Die Amaryllis – botanisch korrekt Hippeastrum genannt – ist eine beliebte Zwiebelpflanze, die im Winter oder Frühjahr mit eindrucksvollen Blüten begeistert. Doch nach der spektakulären Blüte ist nicht Schluss: Die richtige Nachsorge entscheidet, ob die Pflanze im Folgejahr wieder kräftig blüht und gesund bleibt. Unsere Expert*innen erklären, was wirklich hilft – von Standort über Bewässerung bis zur Ruhephase.

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1. Die Blüte sauber abschließen – aber nicht alle Blätter entfernen

Sobald die Blüten verblüht sind, solltest Du die verblühten Blütenstände entfernen. Das verhindert, dass die Pflanze unnötig Energie in Samenbildung investiert. Schneide den Stiel dicht über dem Zwiebelhals ab, wenn er braun und welk wird.

Wichtig: Die grünen Blätter bleiben stehen. Sie sind nach der Blüte entscheidend, weil sie über die Photosynthese Energie in der Zwiebel speichern – die Grundlage für die Kraft der nächsten Blüte.

2. Standort und Licht – jetzt weiter Sonne geben

Nach der Blüte sollte die Amaryllis an einem hellen Platz ohne direkte, heiße Sonnenstrahlung stehen. Ein sonniges Fenster ist ideal. Zu dunkle Standorte führen zu schwachem Wachstum und lassen die Kraftreserven der Zwiebel schneller schwinden.

Die Pflanze braucht weiterhin ausreichend Licht, damit die Blätter aktiv Energie sammeln können.

3. Gießen und Ernährung – richtig dosiert

Während des aktiven Blattwachstums gießt Du weiter regelmäßig, aber maßvoll: der Boden sollte leicht feucht sein, Staunässe muss unbedingt vermieden werden, weil sie Zwiebelfäule begünstigt.

Auch eine leichte Düngung alle 3–4 Wochen während der Wachstumsphase unterstützt das kräftige Blattwachstum und die Reservebildung in der Zwiebel.

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4. Ruhephase einleiten – essentiell für die nächste Blüte

Nach mehreren Monaten Wachstum solltest Du im Sommer/Herbst eine Ruheperiode einleiten – auch wenn es schwerfällt, weil die Blätter noch grün erscheinen. Diese Ruhephase ahmt den natürlichen Zyklus nach und ist ein Schlüssel zum Wiederblühen im nächsten Jahr.

So gelingt es:

  • Ab Herbst allmählich weniger gießen.
  • Wenn die Blätter gelb werden und absterben, weiter Wasser reduzieren.
  • Dann die Zwiebel mit leicht trockener Erde und ohne Licht an einen kühlen, dunklen Ort (ca. 8–15 °C) bringen.

In dieser Phase lagert der Zwiebelvorrat Nährstoffe ein – ohne sie kann keine neue Blüte entstehen.

5. Vorbereitung auf die neue Saison

Nach ca. 6–8 Wochen Ruhezeit (je nach Temperatur und Zustand der Zwiebel) beginnt die neue Wachstumsphase:

  • Die Zwiebel wird wieder an einen helleren, wärmeren Platz gestellt.
  • Erst dann wieder vorsichtig angegossen.
  • Sobald Knospen erscheinen, kommen wieder regelmäßige Wassergaben und Licht.

Wenn Du diese Zykluspflege einhältst, erhöht sich die Chance deutlich, dass Deine Amaryllis im kommenden Winter wieder kräftig blüht.

6. Umtopfen und langfristige Pflege (optional)

Alle paar Jahre – am besten nach der Ruhephase – kann ein vorsichtiges Umtopfen mit frischer, gut durchlässiger Blumenerde sinnvoll sein, um alte Salze auszutauschen und die Zwiebelbasis zu stärken.


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