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Ziersträucher und Obstbäume schneiden

Spätwinter und frostfreie Tage optimal nutzen

Praktische Tipps für gesunde Gehölze, üppige Blüte und guten Ertrag

Der Spätwinter und die ersten frostfreien Tage im Frühjahr sind ein idealer Zeitpunkt, um viele Ziersträucher und Obstbäume fachgerecht zu schneiden. Pflanzen wie Sommerflieder, Johannisbeeren, Apfel- und Birnbäume profitieren von einem gezielten Schnitt vor dem Austrieb: Alte, schwache oder kreuzende Äste werden entfernt, das Wachstum angeregt und Platz für neue Triebe geschaffen. Gleichzeitig ist es wichtig, Gehölze, die an altem Holz blühen, nicht zu früh zu schneiden, um wertvolle Blüten nicht zu verlieren.
In diesem Beitrag erklären wir Dir, wann und wie Du schneiden solltest, worauf Du achten musst und welche Gehölze Du noch stehen lassen solltest.


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Warum der richtige Zeitpunkt beim Schnitt entscheidend ist

Ein Schnitt beeinflusst die Gesundheit, Struktur und spätere Blüte bzw. Fruchtbildung eines Baumes oder Strauchs. Viele Obstbäume und sommerblühende Sträucher werden im Spätwinter bis zeitigem Frühjahr geschnitten, solange der Saftfluss noch gering ist und die Pflanzen in der Ruhephase sind. Das erleichtert den Schnitt, reduziert Stress für das Gehölz und minimiert Krankheitsrisiken.

Wichtig: Schneide nur an Tagen ohne Frost. Frische Schnittflächen können sonst durch niedrige Temperaturen geschädigt werden und schlecht verheilen – das kann zu Schwächung oder Fäulnis an der Schnittstelle führen.

Welche Sträucher und Bäume Du jetzt schneiden kannst

Ziersträucher

Sommerflieder (Buddleja / Schmetterlingsflieder):
Im Spätwinter oder frühen Frühjahr zurückschneiden, bevor neue Knospen anschwellen. Weil Sommerflieder am neuen Holz blüht, fördert ein kräftiger Rückschnitt ein reiches Blütenbild.

Johannisbeeren:
Altes Holz und lange Triebe werden dringend entfernt, um Platz für neue, fruchtbare Triebe zu schaffen. Ein Schnitt in der frostfreien Phase unterstützt die Fruchtbildung im Sommer.

Obstbäume

Apfel und Birne:
Diese Kernobstbäume profitieren von einem Form- und Erhaltungsschnitt im späten Winter oder zeitigen Frühjahr, bevor die Knospen austreiben. Das schafft Übersicht, verbessert die Belüftung innerhalb der Krone und fördert spätere Blüten- und Fruchtbildung.

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Grundregeln für einen erfolgreichen Schnitt

Saubere, scharfe Werkzeuge verwenden

Nutze immer saubere und scharfe Ast- und Gartenscheren. Unscharfe Klingen quetschen Holz – das erschwert die Wundheilung und kann Krankheiten Tür und Tor öffnen.

Totholz und beschädigte Äste zuerst entfernen

Beginne mit dem Entfernen von totem, krankem oder beschädigtem Holz. Das verbessert die Luftzirkulation im Gehölz und reduziert Schädlingsdruck.

Schnittführung beachten

Schneide Äste knapp oberhalb einer nach außen gerichteten Knospe oder Verzweigung, damit der Neuaustrieb in eine günstige Richtung erfolgt.

Welche Gehölze Du noch nicht jetzt schneiden solltest

Einige Sträucher entwickeln ihre Blüten am alten Holz – und werden im zeitigen Frühjahr oder besser erst nach der Blüte geschnitten. Dazu gehören unter anderem:

  • Forsythie – blüht an altem Holz → Schnitt erst nach der Blüte.
  • Viele frühjahrsblühende Sträucher → lieber direkt nach der Blüte schneiden.

Wenn Du solche Gehölze jetzt zu früh zurückschneidest, reduzierst Du ungewollt die Blütenpracht im Frühjahr.

Sicherheit und Pflege nach dem Schnitt

Nach dem Schnitt gilt es, einige Dinge zu beachten, damit Deine Pflanzen gesund bleiben:

  • Größere Schnittwunden sauber belassen, damit die Wundflächen schnell abtrocknen können.
  • Schnittgut entfernen, um Pilzen und Schädlingen weniger Angriffsfläche zu bieten.
  • Werkzeuge nach dem Schnitt reinigen, um die Übertragung von Krankheitserregern zu vermeiden.

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