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Keimprobe von Saatgut

Jetzt Saatgut vor der Aussaat testen

In vier einfachen Schritten zu einer erfolgreichen Aussaat

Bevor die Aussaat beginnt, lohnt es sich, die Keimfähigkeit Deines Saatguts zu prüfen. Mit einer einfachen Keimprobe im Küchentuch kannst Du schon Wochen vor dem Pflanzen feststellen, ob die Samen noch vital sind oder ob sich eine Neuanschaffung lohnt. Das spart Zeit, Erde und verhindert Enttäuschungen im Beet oder auf der Fensterbank.
In diesem Beitrag erfährst Du, warum eine Keimprobe sinnvoll ist, wie sie funktioniert und wie Du die Ergebnisse auswertest.

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Warum eine Keimprobe sinnvoll ist

Saatgut verliert mit der Zeit an Keimfähigkeit – besonders wenn es längere Zeit gelagert wurde oder die Lagerbedingungen nicht optimal waren. Durch eine Keimprobe erkennst Du im Voraus, wie viele Samen tatsächlich aufgehen werden, was Dir hilft, Deine Aussaat besser zu planen und unnötige Arbeit zu vermeiden.

Was Du für eine Keimprobe brauchst

Für die klassische Keimprobe mit dem Küchentuch benötigst Du nur wenige, einfache Dinge:

  • Küchenpapier oder ein saugfähiges Tuch
  • Wasser zum Befeuchten
  • Flacher Teller oder Schale
  • Optional Frischhaltefolie oder ein durchsichtiger Deckel zur Feuchthaltung

Diese Methode funktioniert ohne Erde und zeigt deutlich, ob und wie schnell Samen zu keimen beginnen.

Schritt-für-Schritt: So funktioniert die Keimprobe

1. Saatgut auswählen und vorbereiten
Wähle für den Test eine repräsentative Menge aus (etwa 10–20 Samen pro Sorte), um ein aussagekräftiges Ergebnis zu bekommen.

2. Feuchtes Küchentuch als Testumgebung
Lege das Küchenpapier aus und befeuchte es gleichmäßig, ohne dass es tropfnass ist. Platziere die Samen mit etwas Abstand darauf und decke sie mit einer weiteren feuchten Lage ab.

3. Abdecken und warme Platzierung
Decke den Teller oder die Schale mit Folie oder einem Deckel ab, um die Feuchtigkeit zu halten, und stelle alles an einen warmen, hellen Ort. Bei Bedarf leicht nachfeuchten.

4. Keimung beobachten & auswerten
Nach einigen Tagen bis zwei Wochen beginnen die Samen zu keimen. Zähle, wie viele Samen aufgegangen sind, um die Keimrate (%) zu ermitteln. Das Ergebnis zeigt Dir, ob das Saatgut noch ausreichend keimfähig ist.

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Was Dir die Ergebnisse sagen

  • Hohe Keimrate (z. B. ≥80 %): Saatgut ist in gutem Zustand und kann wie geplant ausgesät werden.
  • Mittlere Keimrate: Du kannst säen, solltest aber eventuell etwas dichter aussäen.
  • Geringe Keimrate (<50 %): Es kann sinnvoll sein, neues Saatgut zu verwenden, um gute Bestände zu erzielen.

Praktische Tipps für erfolgreiche Keimproben

  • Kennzeichne die Tests mit Datum und Samentyp, wenn Du mehrere Sorten prüfst.
  • Achte darauf, dass das Tuch gleichmäßig feucht, aber nicht nass ist, um Fäulnis zu vermeiden.
  • Falls sich Schimmel bildet, entsorge die Probe und wiederhole sie mit frischem Tuch und sauberem Saatgut.
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